
Nun, wo Optimismus billig ist, greift auch die Schmidtsche Schreibmaschine fleißig zu am kalten Buffett für Rückschau-Propheten: "Es wird jetzt im Irak ein politischer Prozess beginnen: Mehrheitssuche, Koalitionsbildung, Kuhhandel, sicher auch Manipulation und Gewalt – aber niemand kann die Macht einfach mit autoritärer Gebärde für sich beanspruchen", fabuliert Jan Ross, der 2007 noch hatte entdecken können, dass der kollektive Anti-Amerikanismus von der Subkultur zur Leitkultur geworden sei.
Jetzt handelt es sich bei dessen Ergebnissen um "eine enorme Errungenschaft politischer Kultur", die die "Verächter des früheren US-Präsidenten nachdenklich machen" müsse, wabert es unbestimmt konkret. War der Krieg zum Sturz Saddam Husseins vielleicht doch richtig? Bestätigt sich Bushs als Fantasterei abgetane Vision von der Demokratisierung des Mittleren Ostens am Ende doch noch? Noch mehr nachholende Klugheit zum Irak gibt es direkt bei der "Zeit". Entsprechende Artikel zu Afghanistan sind für die Ausgabe 17 des Jahres 2015 geplant.
1 Kommentar:
Zum Glück gibt´s die Online-Leserbriefseite.
Da werden die Irrtümer des Artikel schonungslos entlarvt.
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