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Rausgeschmissenes Geld, das sich lohnt, wie Leserbriefe an PPQ zeigen. Selbst Maria Böhmer, als Bundesausländerbeauftragte Vorpredigerin für religions- und abstammungsübergreifende Brüderlichkeit zumindest auf offener Bühne, meldet plötzlich Zweifel an, ob die Erfüllung aller Multikulti-Versprechen der rot-grünen Gründergeneration wirklich ins Paradies auf Erden führt. "Klar ist: Deutsch ist Schulsprache", poltert die Integrationsbeauftragte, die während der gesamten Sarrazin-Debatte nicht zu Wort gekommen war. „Wir müssen die Berichte von Berliner Schulen ernst nehmen: Es sind offensichtlich keine Einzelfälle mehr, dass sich Schüler und Lehrer deutschfeindliche Äußerungen anhören müssen“, wettert Böhmer jetzt fast schon todesmutig. Und noch mehr krude Thesen im Kampf um Rückhalt im Volk: "Multikulti ist gescheitert", sagt sie, während Horst Seehofer als Nachlassverwalter der früheren Volksparte CSU noch eine Schippe drauflegt: Weil sich Zuwanderer aus anderen Kulturkreisen wie aus der Türkei und arabischen Ländern insgesamt schwerer tätenmit der Integration in Deutschland, solle hierzulande ein künftig "eine Beschränkung der Zuwanderung aus fremden Kulturkreisen" gelten.
Claudia Roth forderte inzwischen, dass Seehofer sich wegen seiner Ansichten "ohne jedes Maß und demokratisches Gefühl" bei allen türkischen und arabischen Einwanderern zu entschuldige. Kanzlerin Angela Merkel allerdings steht inwzischen auch an der Hintertüpr an. Sie sehe "keinen Grund, CSU-Chef Seehofer zurechtzuweisen", denn "dessen Aussagen zur Zuwanderung seien für sie nach nachvollziehbar". So spreche man eben, wenn man sich an die Bevölkerungsmehrheit heranschmeißen wolle.
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4 Kommentare:
Ausnahmsweise hat Claudia Roth diesmal nicht völlig unrecht.
Böhmer: "Multikulti ist gescheitert", sagt sie...
Na, wenigstens haben sie's mal ausprobiert. Dankeschön!
Na ja, man versetze sich dochj einmal in die Lage der Böhmer.
Die ist doch auch nur eine kleine Staats- und Parteiapparatschikin, die das sagt, von dem sie glaubt, daß Volk, Heimat, Partei, Journalisten es hören wollen.
"Multikulti" war wohl weniger "melting pot" als vielmehr "salad bowl" ... ob das nun "gescheitert" oder nicht vielmehr eine Zukunftsoption ist, bleibt abzuwarten.
Daß man nunmehr im Ernst glaubt, eine liberale Leitkultur, die man noch "gestern" nicht haben wollte, verbindlich durchsetzen zu können, kann ich wiederum im Ernst nicht glauben.
Wer den Resultaten seiner eigenen einfältigen Politik nur hinterherhinkt und sich den Realitäten widerwillig anpaßt, der muß sich nicht wundern, wenn er eines Tages von einer unerwarteten Situation überrollt wird.
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